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27-05-2026

Tschad: Ein interprovinzielles Forum zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts

Vom 25. bis 26. Mai 2026 fand in Doba in der Provinz Logone Oriental im Tschad ein interprovinzielles Forum zum Austausch, Dialog und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Konfliktprävention statt. Das Forum wurde gemeinsam von Coginta im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten Projekts LAPIA und von Humanity & Inclusion im Rahmen des vom Friedensbildungsfonds der Vereinten Nationen (PBF) finanzierten Projekts AgroFem organisiert und hatte zum Ziel, das friedliche Zusammenleben zu stärken, den Dialog innerhalb der Gemeinschaften zu fördern und die Beteiligung von Frauen und Jugendlichen an der Konfliktbewältigung zu verbessern.

Die Veranstaltung brachte rund einhundert Teilnehmende aus den Provinzen Logone Oriental, Mandoul und Moyen-Chari zusammen, darunter Verwaltungsbeamte, traditionelle Häuptlinge, Leiter gemeinsamer Konfliktmanagement- und Präventionskomitees sowie Vertreterinnen und Vertreter von Frauen- und Jugendorganisationen. Bei der Eröffnung lobte der Regierungsbeauftragte der Provinz Logone Oriental diese Initiative, die darauf abzielt, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Beteiligung der Bevölkerung an Mechanismen zur Konfliktprävention zu fördern.

An zwei Tagen trugen mehrere Präsentationen von Ministeriumsbeamten, Präfekten, Forschern und technischen Partnern dazu bei, die wichtigsten Herausforderungen für die Gemeinden zu identifizieren. Die Diskussionen konzentrierten sich auf Konflikte um den Zugang zu natürlichen Ressourcen, Spannungen innerhalb der Gemeinden, die geringe Beteiligung von Frauen und Jugendlichen an Entscheidungsprozessen, die Mängel lokaler Mediationsmechanismen sowie die Auswirkungen von Desinformation und grenzüberschreitender Kriminalität.

Die Diskussionen unterstrichen die wichtige Rolle des Staates und der traditionellen Autoritäten bei der Prävention von Unsicherheit. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, die Kapazitäten traditioneller Anführer und die Mechanismen der Grenzüberwachung angesichts zunehmenden Viehdiebstahls, bewaffneter Raubüberfälle und anderer Formen organisierter Kriminalität, die die lokalen Gemeinschaften schwächen, zu stärken. Sie sprachen sich zudem für mehr personelle, logistische und sicherheitstechnische Ressourcen zur Verbesserung der Grenzkontrolle aus.

Zum Abschluss des Forums verabschiedeten die Teilnehmenden eine Abschlusserklärung, in der sie ihr Engagement für verstärkte Maßnahmen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts, der friedlichen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, der grenzüberschreitenden Sicherheit und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels bekräftigten. Zudem wurden in den drei Provinzen Fahrpläne für ein friedliches Zusammenleben veröffentlicht, die als Rahmen für künftige Bemühungen zur Konfliktprävention und Friedenssicherung dienen sollen.