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24-02-2026

Tschad: Bedeutende Erfolge bei der Konfliktprävention

In der Mandoul-Region im Süden des Tschad stellen interkommunale Konflikte seit Langem eine große Herausforderung für den sozialen Zusammenhalt und die lokale Stabilität dar. Wiederkehrende Auseinandersetzungen, insbesondere solche, die auf Landkonflikte oder Meinungsverschiedenheiten zwischen Hirten und Bauern im Zusammenhang mit der Zerstörung von Feldern durch Vieh zurückzuführen sind, stören das Gemeinschaftsleben massiv, untergraben die Lebensgrundlagen und schüren anhaltende Spannungen.

In diesem Kontext richtet das von der Europäischen Union finanzierte und von Coginta durchgeführte Projekt zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und des friedlichen Zusammenlebens im südlichen Tschad (LAPIA) lokale Mechanismen ein, die in der Lage sind, Konflikte zu verhindern, den Dialog zu fördern und friedliche und nachhaltige Lösungen auf Gemeindeebene vorzuschlagen. Dazu gehört auch der Gemeinsame und Inklusive Ausschuss für Dialog, Prävention und Transformation von Konflikten im Kanton Békourou im Departement Barh-Sara.

Dank der Stärkung der Kapazitäten seiner Mitglieder, eines partizipativen Ansatzes und einer auf Zuhören und Konsens basierenden Mediation hat das Komitee eine aktive und entscheidende Rolle bei der Prävention und friedlichen Beilegung mehrerer Konflikte gespielt. Seit Projektbeginn wurden 49 Streitigkeiten erfolgreich beigelegt, darunter elf Landkonflikte und 38 Fälle von Weidezerstörung durch Vieh. Diese Ergebnisse belegen nicht nur die Wirksamkeit der durch das LAPIA-Projekt gestärkten Gemeinschaftsmechanismen, sondern auch deren Fähigkeit, pragmatische und gerechte Lösungen vorzuschlagen, die von allen Parteien akzeptiert werden und auf sozialen Zusammenhalt und friedliches Zusammenleben ausgerichtet sind.

Die Auswirkungen dieser Arbeit zeigen sich in der steigenden Zahl von Anfragen an den Ausschuss zur gütlichen Beilegung von Streitigkeiten, was ein wachsendes Vertrauen in lokale Mediationsmechanismen widerspiegelt. Diese positive Entwicklung hat zu einem deutlichen Rückgang missbräuchlicher Praktiken, einschließlich bestimmter willkürlicher Geldstrafen, geführt. Darüber hinaus genießt der Ausschuss in den lokalen Gemeinschaften nun größere Legitimität, was seine Akzeptanz und Wirksamkeit in der Konfliktprävention und -bewältigung stärkt.