Unsere Tätigkeitsbereiche
Sozial- und Sicherheitsdiagnosen,
Wahrnehmungsstudien und Kartografie
Gestützt auf ein Netzwerk von Fachleuten, akademischen Partnerschaften und ausgewiesenem Know-how in Stichprobenauswhalt und Datenerhebung führt Coginta Sozial- und Sicherheitliche Diagnosen, Opferbefragungen und Wahrnehmungsstudien zu Sicherheits- und Justizfragen auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene durch. Diese beziehen sich auf den Zugang zur Justiz, Kriminalität, Radikalisierung, Klein- und Leichtwaffen (SALW), Drogenkonsum und -handel, Konflikte im Zusammenhang mit dem Zugang zu und der gemeinsamen Nutzung natürlicher Ressourcen sowie grenzüberschreitender Kriminalität. Dank einfacher technologischer Hilfsmittel können die Ergebnisse als interaktive Karten aufbereitet werden, auch in wenig oder nicht kartierten Gebieten. Die erhobenen Daten haben oft mehrfache Verwendungen: Sie dienen unter anderem der Projektkonzeption, dem Monitoring und der Evaluation, als Vorausschauinstrument (Foresight) für Geber sowie als Entscheidungshilfe für die Behörden.
Institutionelle und organisatorische Unterstützung
Coginta bietet Rat und technische Unterstützung für staatliche Institutionen, die für Justiz und Sicherheit zuständig sind. Ziel dieser Unterstützung ist es, die Arbeitsweise, Effizienz und Qualität der erbrachten Dienstleistungen zu verbessern. Die Arbeit von Coginta konzentriert sich auf die Entwicklung von Richtlinien, Vorschriften und Verfahren, welche die Grundlage für tragfähige institutionelle Governance bilden. Ziel ist es, eine solide Grundlage zu schaffen, auf der die unterstützte Institution ihr Image und ihre Organisationskultur aufbauen kann. Coginta ist in der strategischen Planung, dem Personalmanagement, der Weiterbildungspolitik und dem Budgetmanagement beteiligt. Ein Teil der Unterstützung richtet sich auch auf die Verbesserung der Liefer- und Logistikprozesse, die Stärkung der internen und externen Kommunikation sowie die Digitalisierung von Verfahren.
Darüber hinaus arbeitet Coginta daran, die Kapazitäten des Personals in Justiz- und Sicherheitseinrichtungen zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf Kompetenzentwicklung sowie dem Erwerb neuer Kenntnisse und Fertigkeiten liegt. Dabei geht es insbesondere darum, das Wissen, die Einstellungen und die praktischen Fähigkeiten der Mitarbeitenden zu verbessern, um die Institutionen leistungsfähiger zu machen. Zu diesem Zweck stellt Coginta hochkarätige Fachkenntnisse bereit, insbesondere für die Gestaltung von Qualifikations- bzw. Berufsrahmen und Schulungsprogramme, Train-the-Trainer-Formaten (ToT) sowie die Entwicklung zweckmässiger Lerninstrumente.
Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen
Die Förderung lokaler, ziviler und nichtstaatlicher Akteure in der Friedens-, Sicherheits- und Justizpolitik steht im Mittelpunkt des Mandats von Coginta. Seit vielen Jahren gewinnt die Zivilgesellschaft in den Bereichen Konfliktprävention und Friedensförderung an Sichtbarkeit und Einfluss. Dennoch sind in einigen Teilen der Welt zivilgesellschaftliche Aktivitäten zur Förderung der Sicherheit oder des Zugangs zur Justiz unerwünscht oder werden sogar behindert. Viele Regierungen stehen ihnen misstrauisch gegenüber und empfinden ihre Arbeit als oppositionelles Handleln.
Daher unterstützt Coginta zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt einsetzen. Dies umfasst institutionelle und organisatorische Stärkung, Erfahrungsaustausch, spezialisierte Weiterbildungen, Mikrozuschüsse sowie gemeinsame Initiativen in Konsortien. Die Durchführung unserer Studien und Analysen erfolgt meist in Zusammenarbeit mit akademischen Institutionen, und Sensibilisierungs- und Kommunikationsmassnahmen werden systematisch über lokale und nationale Medien umgesetzt.
Verbesserung des Arbeitsumfelds und des öffentlichen Empfangs
Der Aufbau von Infrastruktur zugunsten der Sicherheits- und Justizinstitutionen ermöglicht es, betriebliche Anforderungen durch grössere Nähe und an die Erwartungen der Bevölkerung angepasste Dienstleistungen zu erfüllen. Der Bau von Einrichtungen in teilweise abgelegenen Gebieten, die in der Vergangenheit weniger öffentliche Investitionen erhalten haben, trägt ebenfalls zur Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Staat und Bevölkerung bei. Diese Infrastrukturelemente ermöglichen es zudem, Nutzerinnen und Nutzer unter würdevollen Bedingungen, mit Respekt gegenüber der Person und in Übereinstimmung mit internationalen Standards zu empfangen. Solche Schlüsselinvestionen können als Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung wirken, da sie zu einer sichereren Umgebung beitragen und damit private Investitionen begünstigen – insbesondere, indem sie Handel oder Verkehr erleichtern. Die von Coginta entworfenen und umgesetzten Infrastrukturen erfüllen Anforderungen, die den Schutz der Umwelt berücksichtigen, und fördern den Einsatz erneuerbarer Energien.
Stärkung der operativen Kapazitäten
Um den Erwartungen der lokalen Bevölkerung vollumfänglich gerecht zu werden, müssen staatliche Institutionen über die Ausrüstung verfügen, die sie zur Erfüllung ihres Mandats benötigen. Daher arbeitet Coginta in enger Abstimmung mit den begünstigten Institutionen, um den Bedarf zu ermitteln – unter Berücksichtigung budgetärer und Lieferbeschränkungen. Die technische Unterstützung kann die Erarbeitung von Wartungs- und Instandhaltungsbudgets sowie die Einrichtung von Asset-Tracking-Datenbanken zur Nachverfolgbarkeit der Ausstattung umfassen. Im Bereich der öffentlichen Sicherheit und des Zivilschutzes stärkt spezialisierte Ausrüstung die Resilienz und operative Leistungsfähigkeit der Institutionen, um auf kritische Lagen zu reagieren. Priorität von Coginta ist es, bedarfsgerechte Ausrüstung zum Schutz der Bevölkerung bereitzustellen – der Auftrag von Coginta schliesst die Lieferung letaler Ausrüstung strikt aus.