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Guinea: Räume für den Dialog zur Gewährleistung einer besser regulierten Jagd
Vom 24. bis 25. September trafen sich fünfzehn traditionelle Jäger aus den Gemeinden von Allassoyah in der Region Kindia in Guinea zu einem Dialogforum. Dieses war Teil des Projekts für verantwortungsvolles Jagdmanagement (DONZO GNOUMA), das von Coginta durchgeführt wird. Es war das erste einer Reihe von Dialogforen, die in den kommenden Monaten stattfinden werden.
Ziel dieser Dialogforen ist es, Jägern die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen, Praktiken und ihr Wissen über das Jagdgebiet auszutauschen, um schrittweise gemeinsame Jagdpläne zu entwickeln, die anschließend mit den lokalen Behörden und Gemeinden besprochen werden können. Diese Treffen bieten zudem Gelegenheit, die aktuellen Herausforderungen ihrer Tätigkeit im Kontext der rasanten Urbanisierung und des starken Bevölkerungswachstums offen zu diskutieren.
Jagdpraktiken im Angesicht einer sich entwickelnden/verändernden Umwelt
Guinea durchläuft einen rasanten wirtschaftlichen und sozialen Wandel. Diese Dynamik schafft zwar neue Wachstums- und Entwicklungschancen, führt aber auch zu einem zunehmenden Druck auf natürliche Ressourcen und Ökosysteme, insbesondere auf die Tierwelt, vor allem in der Nähe von Bergbaugebieten.
Mit dem Wachstum städtischer Gebiete und der Zunahme menschlicher Aktivitäten steigt der Druck auf die Wildtiere durch die Intensivierung der Jagd und des Handels mit Wildfleisch. Dies bedroht nicht nur die lokale Artenvielfalt, sondern auch die Bevölkerung, die dadurch einem erhöhten Risiko von Zoonosen – von Tieren auf Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten – ausgesetzt ist. Diese Herausforderungen, die die Lebensgrundlagen der Menschen unmittelbar beeinträchtigen, unterstreichen die Bedeutung eines nachhaltigen Wildtiermanagements, der vorausschauenden Planung zur Abwendung von Auswirkungen auf die Artenvielfalt und der Prävention zoonotischer Risiken.
Lösungen entwickeln, die auf lokalem Wissen und lokalen Praktiken basieren
In diesem Zusammenhang ist ein besseres Verständnis der Jagdpraktiken und der bestehenden Regulierungsmechanismen auf lokaler Ebene besonders wichtig, um eine besser regulierte Jagd zu etablieren. Kollektive und partizipative Diskussionen konzentrierten sich daher auf mehrere sensible Themen, darunter die Zukunft der traditionellen Jagd, den Wildtierschutz und die gesundheitlichen Aspekte des Verzehrs von Wildfleisch.
Das Projekt DONZO GNOUMA („guter Jäger“ in Malinke) hat zum Ziel, Jäger nicht nur für bewährte Jagdpraktiken zu sensibilisieren, sondern auf deren Wissen, Praktiken und lokalen Verwaltungsmechanismen aufbauend gemeinsam mit ihnen maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und anschließend den Dialog mit Gemeinden und lokalen Behörden zu fördern. Das Projekt ist somit Teil eines positiven Kreislaufs, der wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang bringen und gleichzeitig angemessene Reaktionen auf die Auswirkungen gegenwärtiger und zukünftiger Veränderungen unterstützen soll.


